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Freitag, 23. August 2024

Hochwildstelle (2747m), SG. 1+, B/C, Wildlochhöhe (2534m), 23.08.2024

Die Hochwildstelle, höchster komplett auf steirischem Boden stehender Berg in der Steiermark. 2023 sprachen Albert und ich zum ersten Mal über die Hochwildstelle, ob das eine Tour für uns beide wäre. Ich war begeistert und heuer sollte es soweit werden. Als Tagestour natürlich konditioniell anspruchsvoll, auch über den Nordgrat als Normalweg, oder Südgrat, der zwar kurz aber doch manchmal ziemlich ausgesetzt ist. Wir erwischten einen super Tag, es war warm, windstill und einfach perfekt für diese Tour.

Wegverlauf: Parkplatz Untere Gfölleralm (Schladming) - Riesach-Wasserfälle - Riesachsee - Neualm - Neualmscharte - Kleine Wildstelle - Nordgrat - Hochwildstelle - Südgrat - Wildlochscharte - Wildlochhöhe - Preinthalerhütte - Riesachsee - Parkplatz

Das sind meine persönlichen Gehzeiten. Ich bin meist flott unterwegs, sowohl bergauf, als auch bergab. Ich mache aber auch viele Fotopausen. Diese Zeiten sind daher als Richtwert zu sehen.

Aufstieg Neualmscharte: ca. 3h 40min
Aufstieg Hochwildstelle über den Nordgrat: ca. 1h 35min
Abstieg zur Wildlochscharte über den Südgrat: ca. 50min
Aufstieg Wildlochhöhe: ca. 10min
Abstieg zur Preinthalerhütte: ca. 1h 45min
Abstieg: ca. 1h 45min

Höhenunterschied: ca. 1830hm
Tourlänge: 22km
Tourdauer: ca. 12h 30min (Reine Gehzeit: 9h 45min)

Gebührenpflichtige Mautstraße: 13 Euro pro Tag (Stand 2024)

Tourart: Anspruchsvolle, lange, markierte Bergtour

Tourenteilnehmer: Albert und Manfred

Hier geht's zu Albert's Tourenbericht: www.albertstouren.com

Charakteristik der Tour: Der Aufstieg vom Parkplatz führt über den Alpinsteig durch die Höll an den Riesach-Wasserfällen vorbei. Etliche Leitern sind im Aufstieg und Abstieg zu überwinden, auch eine Hängebrücke ist dabei. Danach flach am Riesachsee vorbei. Bei der Kerschbaumalm führt der Steig mäßig steil über die Neualm zur Neualmscharte. Ab hier wird es alpiner, teilweise ausgesetzt und in leichter Kletterei, ab und zu Trittklammern an der Kleinen Wildstelle vorbei, danach in eine Scharte und nun steil zum Gipfel rauf.
Der Abstieg über den Südgrat ist aber noch anspruchsvoller, ziemlich ausgesetzt, mit einer Schlüsselstelle, eine steile Platte mit ein paar Eisenklammern. Dafür recht kurz, nach einer halben Stunde ist der Südgrat vorbei.
Die meisten gehen den Südgrat im Aufstieg und den Nordgrat im Abstieg.

Siehe auch auf www.bergsteigen.com

Übersichtskarte mit eingezeichnetem GPS-Track:

Start beim Parkplatz Riesachwasserfälle. Die Hochwildstelle ist hier gar nicht angeschrieben, wäre aber so 6-7h. Wir starten um Punkt 6.00 Uhr:

Ein paar Impressionen vom Alpinsteig:


Die Hängebrücke:



Wir kommen beim Riesachsee an, jetzt ein paar Höhenmeter verlierend:

Bei der Kerschbaumalm ist die Hochwildstelle mit 4h 30min angeschrieben. Hier müssen wir in den Steig einbiegen:

Wir gehen lange Zeit im Schatten, hier kommen wir bei der Neualm vorbei:

Tiefblick zum Riesachsee:

Wir kommen nun auf den Höfersteig, der von der Preintalerhütte rauf kommt:

Die Neualmscharte kommt in unser Blickfeld, auch viele Schafe sind hier heroben:

Wir bekommen Verfolger:


Das letzte Stück zur Neualmscharte wird immer steiler:


Von der Neualmscharte hört man Stimmen, da macht auch schon wer Pause:

3h 40min sind wir bis jetzt unterwegs, hinten sieht man den Obersee:

Da müssen wir zum Glück nicht rauf:

Der Grat vom Gamskarspitz (Schober):


Hüttensee und Obersee:

Steil führt der Steig rauf, man braucht immer mal die Hände:

Dann führt der Steig am Hang entlang:

Albert besucht auch die Kleine Wildstelle:

Jetzt wird es interessant, wir müssen vorne in eine Scharte und die Hochwildstelle schaut von hier fast unbezwingbar aus:

Aber wenn man näher kommt, lösen sich die meisten Schwierigkeiten auf:

Bei der Grafenwirt-Umkehr steigen wir in die Scharte runter:

Albert folgt nach:



Wir haben Gegenlicht und können leider die gesamte Route nicht überblicken:

So steigen wir Schritt für Schritt höher:


Links erscheint der Wildlochsee:

Immer wieder leichte Kletterstellen:

Es ist auch ausgesetzt, Fehler darf man sich nicht erlauben:


Wir schön, wir haben den Gipfel erreicht:

Höchster alleiniger Gipfel in der Steiermark:

Gipfelfoto Hochwildstelle, die Freude ist uns ins Gesicht geschrieben:

Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf so viele Bergseen:

Gegenüber das Waldhorn und darunter die Sonntagskarseen:

Wir machen so eine Dreiviertelstunde Rast:

Dann machen wir uns an den Abstieg auf den noch anspruchsvolleren Südgrat. Oben gleich mal ausgesetzt abklettern:

Noch ein Rückblick:

Der Grat wird immer schmäler:




Bei Nässe oder Schnee ist der Grat nicht empfehlenswert:

Wieder eine schmale Stelle zum drüber balanzieren:

Manchmal hilft auch runterrutschen:


Es folgt eine Schlüsselstelle, die steile Platte, wo es zum Glück einige Eisenklammer gibt:

Albert folgt nach:

Und noch eine Scharte zum Abklettern:


Wir haben es geschafft, der schwierige Grat ist vorbei:

Rückblick:

Bei der Wildlochscharte beschließen wir noch die nahe Wildlochhöhe zu besteigen. Wir deponieren unsere Rucksäcke in der Nähe und rauf geht's:

Nach 10 Minuten sind wir oben. Gipfelfoto Wildlochhöhe:

Eine Traumlandschaft, aber jetzt folgt noch der lange Abstieg:

Der Südgrat:

Ein See mit einem Schneefeld und einer Eisscholle:

Am Trattensee vorbei:

Ein Wollgrasfeld:

Zu den Sonntagskarseen führt auch ein schöner Steig rauf:

Es wird steiler und die Preintalerhütte kommt ins Blickfeld. Ich wünschte, ich wäre schon dort:

50 Minuten später ist es dann soweit:

Ein wunderbar gschmackiger Kaiserschmarrn versüßt uns die Tour:

Weit über eine Stunde rasten wir hier und sammeln wieder Kräfte für den letzten Abstieg:

Zufrieden, aber müde kommen wir gegen 18:30 Uhr am Parkplatz an. Danke, lieber Albert, für die gemeinsame Tour, hat mir sehr viel Spaß gemacht.

2 Kommentare:

  1. Lieber Manfred, unserer Tour zur Hochwildstelle war ein tolles Erlebnis für mich! Danke für deine tolle Kameradschaft und den wunderbaren Tourenbericht! LG Albert

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    1. Lieber Albert, die Tour war sicher ein Highlight des Jahres für mich.

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