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Mittwoch, 4. Juni 2025

Karleck (1582m) über Ostgrat SG. III, 04.06.2025

Ich konnte mir nachmittag freinehmen, um mir mal den Gratüberschreitung vom Karleck anzusehen. Im Winter war ich schon mal mit Schneeschuhen, da musste ich umkehren.
Die Gratüberschreitung ist nicht wirklich empfehlenswert, nur für Masochisten, die gerne gegen Latschen kämpfen und im unwegsamen Gelände bis SG. III klettern drauf haben.

Wegverlauf: Parkplatz bei der Bosruckhütte (Spital am Pyhrn) - Pyhrgasgatterl - Ostgrat - Karleck - Arlingalmen - Bosruckhütte

Das sind meine persönlichen Gehzeiten. Ich bin meist flott unterwegs, sowohl bergauf, als auch bergab. Ich mache aber auch viele Fotopausen. Diese Zeiten sind daher als Richtwert zu sehen.

Aufstieg Karleck: ca. 2h 10min
Abstieg: ca. 50min

Höhenunterschied: ca. 500hm
Tourlänge: 7km
Tourdauer: ca. 3h 20min (Reine Gehzeit: ca. 3h)

Tourart: Weglose Gratüberschreitung mit Kletterstellen bis SG. III

Tourenteilnehmer: Manfred

Charakteristik der Tour: Bis zum Pyhrgasgatterl eine markierte Wandertour. Danach im lichten Wald der oberösterreichisch-steirischen Grenze entlang bis zum ersten Felsturm. Die ersten Felstürme umgeht man und steigt eine Rinne hoch. Danach meist direkt am Grat bleibend, jede Latschenfreie Zone ausnutzend. Eine abdrängende sehr ausgesetzte Stelle bewerte ich mit SG. III. Oben werden die Klettereien einfacher, aber durch die Latschen muss man trotzdem immer wieder mal. Sobald man auf den ausgetretenen Steig trifft, ist man wieder im zivilsierten Gelände.

Übersichtskarte mit eingezeichnetem GPS-Track:

Ich starte beim Parkplatz der Bosruckhütte, es ist heiß, aber da ich schon auf über 1000m bin, ist es erträglicher:

Beim Weg zum Pyhrgasgatterl erhasche ich einen Blick auf das Karleck:

Ich kürze ein wenig durch den Wald ab, also gehe nicht direkt zum Pyhrgasgatterl. Jetzt bin ich aber wieder an der Grenze Steiermark-Oberösterreich und sehe schon den felsigen Gipfelaufbau:

Hinten eine tolle Aussicht auf Großer Pyhrgas und Scheiblingstein:

Und ins Gesäuse, Großer Buchstein, Admonter Reichenstein, Sparafeld:

Jetzt kommt der verwachsene Teil, einen Steig gibt es hier nicht mehr:

Ich nutze jede Lücke:

Hier war ich im Winter schon mal mit den Schneeschuhen:

Ein Tiefblick zum Rohrauerhaus:

Am Foto sieht es weniger steil aus. Ich bin am rechten Rand rauf:

Tiefblick:

Hier musste ich mal rechts durch die Latschen:

Es wurde wieder lichter und ich umging folgenden Felsen nordseitig:

Die nächste Rinne naht:


Jetzt diese Rinne rauf:

Da ich hier auch die Hände zum Raufklettern benötigte, hätte ich fast auf eine Höllenotter gegriffen:

Als ich sie sah, kletterte ich ein Stück zurück und hielt einen größeren Abstand ein, da die Höllenotter sich verteidigend aufrichtete:

Ich zoomte sie nochmal aus sicherer Entfernung heran:

Weiter mit meiner Kraxelei:

Die Kletterei wurde anspruchsvoller und ausgesetzter:

Nur die Latschen vermittelten eine trügerische Sicherheit, hielten dem aber nicht immer stand:

Hier wäre ich fast gescheitert, rechts undurchdringlich, oben drüber alles verwachsen, also auf der linken Seite rauf:

Ohne Latschen wäre die Kletterei einfacher gewesen, so musste ich nicht nur den Fels, sondern auch die Latschen bezwingen:

Hier hatte ich es schon geschafft:

Wieder mal ein Tiefblick:

Immer wenn man glaubt, es kann nicht noch höher gehen, wird man getäuscht:

Hier stehe ich schon mitten in den Latschen:


Aber es gibt auch Lichtblicke, wie diese Latschenfreie Zone:

Dafür taucht der nächste Latschenhügel auf:

Ich finde aber auch abgeschnittene Äste, also war da auch schon mal wer:


Auch auf der steirischen Seite geht es ordentlich runter:

Rückblick:

Ich kann aufatmen, das Ende der Latschen-Odyssee steht bevor:

Auf der steirischen Seite gibt es hier Freiflächen:

Und ab hier gibt es sogar einen ausgetretenen Steig, der führt aber irgendwo nordseitig herauf:

Juhu, ich habe es geschafft, mittlerweile wurden die Wolken mehr und es war nichtg mehr so heiß:

Ich bin beim Gipfelkreuz vom Karleck angelangt, hinten der Bosruck:

Gipfelfoto Karleck, ich bin total geschlaucht und mache mal eine Pause:

Abgestiegen bin ich den Normalweg und bei der Bosruckhütte hab ich mir noch ein schönes Getränk verdient:


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